Die Armaturen im Überblick
Quooker bietet die Hähne in mehreren Baureihen an. Der Flex hat einen herausziehbaren Schlauch und ist das meistverkaufte Modell, weil er sich auch zum Ausspülen der Spüle verwenden lässt. Fusion und Classic Fusion sind die klassischen All-in-one-Hähne, jeweils in runder und eckiger Ausführung, der eine modern, der andere klassisch gezeichnet. Der Front hat die Bedienung für warmes und kaltes Wasser direkt am Auslauf und ist dadurch besonders ergonomisch.
Wer seine bestehende Mischbatterie behalten will, nimmt einen Nordic als separaten Kochendwasserhahn. Als Twintaps gibt es ihn zusammen mit einer optisch passenden Quooker-Mischbatterie, sodass beide Hähne nebeneinander ein Bild ergeben.
Dazu kommen über fünfunddreißig Designvarianten in Oberflächen von Voll-Edelstahl über Schwarz und Gunmetal bis zu Gold, Kupfer Rosé und Messing Patina. Welche Oberfläche zu Fronten, Naturstein und Beschlägen passt, entscheiden wir im Entwurf gemeinsam. Die Unterschiede zwischen den Baureihen haben wir auf der Seite zu den Quooker Modellen gegenübergestellt.
Reservoir und CUBE im Unterschrank
Unter der Spüle entscheidet sich, was der Hahn später kann. Das kleinste Reservoir, der PRO3, hält drei Liter kochendes Wasser bereit, misst 153 Millimeter im Durchmesser und 467 Millimeter in der Höhe; der Unterschrank sollte dafür 550 Millimeter frei haben. COMBI und COMBI+ sind mit 200 Millimetern Durchmesser und einem Platzbedarf von 580 Millimetern größer, liefern dafür neben sieben Litern kochendem Wasser auch warmes Wasser und ersetzen damit Boiler oder Durchlauferhitzer. Der COMBI+ regelt zusätzlich thermostatisch und gibt warmes Wasser ohne Wartezeit ab.
Wer gekühltes stilles und sprudelndes Wasser möchte, bekommt zusätzlich den CUBE in den Schrank, entweder neben oder vor das Kochendwasser-Reservoir. Dazu kommt ein CO₂-Zylinder. Was das für den Platz bedeutet und wie der Filter arbeitet, steht auf der Seite zum Quooker CUBE.
Technisch braucht ein Quooker einen Leitungsdruck zwischen zwei und sechs bar sowie eine eigene Steckdose im Unterschrank. Beides klären wir beim Aufmaß, bevor die Küche in Fertigung geht, damit später niemand improvisieren muss.
So planen wir den Quooker in Ihre Küche ein
- Erstgespräch: Wir klären, wie Sie kochen, ob Sie Tee, Pasta oder Sprudelwasser im Alltag brauchen und welches Reservoir dazu passt.
- Aufmaß vor Ort: Wir prüfen Leitungsdruck, Steckdose, Abfluss und den verfügbaren Platz im Unterschrank unter der Spüle.
- Entwurf: Armatur, Oberfläche und Spüle werden gemeinsam mit Fronten und Arbeitsplatte festgelegt, das Reservoir bekommt seinen festen Platz im Schrank.
- Abstimmung mit dem Gewerk: Wir sprechen die Anschlüsse mit Installateur und Elektriker ab, bei Neubau und Sanierung auch mit Architekt und Bauleitung.
- Montage und Übergabe: Unser Team baut die Küche auf, der Quooker wird angeschlossen und eingewiesen. Danach bleiben wir Ansprechpartner für Filter und Zylinder.
Häufige Fragen zum Quooker
Ist kochendes Wasser aus dem Hahn sicher?
Die Armatur gibt kochendes Wasser erst frei, wenn man den Bedienring zweimal drückt und dann dreht; eine rote Anzeige weist auf den Betrieb hin. Der Auslauf ist isoliert, und das Wasser kommt als feiner Sprühstrahl statt als geschlossener Strahl. Anders als ein Wasserkocher kann der Hahn außerdem nicht umkippen. Die niederländische Stiftung für Brandverletzungen kam 2020 zu dem Ergebnis, dass das Verbrennungsrisiko gegenüber dem Wasserkocher deutlich sinkt.
Wie viel Strom verbraucht ein Quooker?
Im Bereitschaftsbetrieb liegt der Verbrauch bei etwa zehn Watt, weil das Reservoir wie eine Thermoskanne isoliert ist. Beim Aufheizen zieht der PRO3 1.600 Watt, COMBI und COMBI+ 2.200 Watt. Das Aufheizen dauert beim PRO3 rund zehn, bei den größeren Reservoiren rund zwanzig Minuten.
Wie viel Platz braucht das Reservoir im Unterschrank?
Der PRO3 misst 153 Millimeter im Durchmesser bei 467 Millimetern Höhe und möchte 550 Millimeter Einbauhöhe haben. COMBI und COMBI+ sind 200 Millimeter stark, 472 Millimeter hoch und brauchen 580 Millimeter. Kommt ein CUBE dazu, planen wir den Unterschrank entsprechend größer oder verlegen Abfallsystem und Vorräte in ein Nachbarelement.
Welches Reservoir passt zu meiner Küche?
Wenn Warmwasser in der Küche bereits anliegt und es vor allem um kochendes Wasser geht, reicht der PRO3. Fehlt die Warmwasserversorgung, übernimmt der COMBI diese Aufgabe gleich mit. Dauert es heute lange, bis warmes Wasser am Hahn ankommt, ist der COMBI+ die ruhigere Lösung. Was im Einzelfall sinnvoll ist, hängt an der Haustechnik und klärt sich beim Aufmaß.
Lässt sich ein Quooker in einer bestehenden Küche nachrüsten?
In vielen Fällen ja. Voraussetzung sind ausreichend Platz im Unterschrank, ein Leitungsdruck zwischen zwei und sechs bar und eine Steckdose. Wer die vorhandene Mischbatterie behalten möchte, nimmt einen Nordic als separaten Kochendwasserhahn. Ob Ihre Küche die Voraussetzungen erfüllt, sehen wir vor Ort.
Schmeckt das Wasser anders?
Das Wasser läuft durch einen Aktivkohlefilter, der für hohe Temperaturen ausgelegt ist. In Hamburg und Umgebung ist die Leitungswasserqualität gut; der Filter nimmt vor allem Chlornoten und Geschmacksträger heraus. Für den CUBE gibt es zusätzlich einen Filter, der einmal im Jahr gewechselt wird.
Was beeinflusst die Kosten eines Quookers?
Vor allem die Baureihe und Oberfläche der Armatur, die Wahl des Reservoirs, ein eventueller CUBE samt Zylindern und der Aufwand für Anschlüsse im Unterschrank. Weil sich diese Punkte je nach Küche unterscheiden, rechnen wir nach dem Aufmaß individuell und besprechen den Rahmen im Beratungsgespräch.



