Ist das sicher?
Das ist die Frage, die am häufigsten gestellt wird, und sie ist berechtigt. Die Armatur gibt kochendes Wasser nicht versehentlich ab: Der Bedienring muss zweimal gedrückt und dann gedreht werden, eine rote Anzeige weist auf den Betrieb hin. Der Auslauf ist isoliert, kaltes und kochendes Wasser laufen in getrennten Leitungen.
Dazu kommt die Art des Strahls. Kochendes Wasser verlässt den Hahn als feiner Sprühstrahl aus einzelnen Tröpfchen, nicht als geschlossener Strahl. Bei unbeabsichtigtem Kontakt bleibt dadurch Zeit zu reagieren. Und anders als ein Wasserkocher oder ein Topf auf dem Herd kann eine fest montierte Armatur nicht umkippen, womit die häufigste Unfallursache mit kochendem Wasser entfällt.
Die niederländische Stiftung für Brandverletzungen hat das 2020 untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass das Risiko von Verbrennungen gegenüber dem Wasserkocher deutlich sinkt. Grundlage war eine Untersuchung von E. E. van Zoelen und A. de Vries.
Was sich im Alltag ändert
Am deutlichsten merkt man es an der Arbeitsplatte. Der Wasserkocher verschwindet, und mit ihm das Kabel und der Platz, den er belegt. Nudelwasser steht sofort bereit, Tee braucht keine Wartezeit, Gemüse lässt sich direkt blanchieren. Für das Reinigen von Schneidebrettern und das Lösen von Eingebranntem ist der Hahn ebenfalls der kürzere Weg.
Wird zusätzlich ein Kaltwasser-Reservoir eingebaut, kommen gekühltes stilles und sprudelndes Wasser aus demselben Auslauf. Das spart Kisten, Leergut und den Platz, den beides belegt, und ist in Stadtwohnungen ohne Aufzug häufig das stärkste Argument. Wie das funktioniert, steht auf der Seite zum Quooker CUBE.
Was dagegen spricht: Unter der Spüle wird es eng. Das Reservoir braucht zwischen 550 und 580 Millimetern Höhe, ein Kaltwasser-Reservoir kommt gegebenenfalls daneben. Wer den Spülenunterschrank bisher für Abfall und Vorräte genutzt hat, muss das umplanen.
Was in der Küchenplanung zu klären ist
Drei Dinge entscheiden darüber, ob sich ein Kochendwasserhahn ohne Umwege einbauen lässt. Erstens der Platz im Unterschrank, zweitens eine eigene Steckdose, drittens der Leitungsdruck, der zwischen zwei und sechs bar liegen sollte. In Hamburger Altbauten ist der dritte Punkt der, den wir am häufigsten nachmessen.
Dazu kommt die Frage, ob die vorhandene Mischbatterie bleiben soll. Wenn ja, kommt ein separater Kochendwasserhahn daneben, und die Arbeitsplatte braucht eine zweite Bohrung. In Naturstein ist das möglich, sollte aber vor dem Zuschnitt feststehen und nicht erst auf der Baustelle zur Sprache kommen.
Wir klären diese Punkte beim Aufmaß, bevor die Küche in Fertigung geht. Wie der Planungsablauf insgesamt aussieht, lesen Sie beim Küchenplaner in Hamburg.
Häufige Fragen zu kochendem Wasser aus dem Wasserhahn
Ist kochendes Wasser aus dem Wasserhahn gefährlich?
Die Armatur gibt es erst nach zweimaligem Drücken und anschließendem Drehen frei, eine rote Anzeige weist auf den Betrieb hin. Der Auslauf ist isoliert, das Wasser kommt als feiner Sprühstrahl, und der Hahn kann nicht umkippen. Eine Untersuchung der niederländischen Stiftung für Brandverletzungen aus dem Jahr 2020 kam zu dem Ergebnis, dass das Verbrennungsrisiko gegenüber dem Wasserkocher deutlich sinkt.
Wie viel Strom kostet es, Wasser dauerhaft auf 100 Grad zu halten?
Im Bereitschaftsbetrieb liegt der Verbrauch bei etwa zehn Watt, weil das Reservoir wie eine Thermoskanne isoliert ist. Beim Nachheizen steigt die Leistung kurzzeitig auf 1.600 bis 2.200 Watt, je nach Modell. Der Verbrauch hängt deshalb vor allem daran, wie viel Wasser tatsächlich entnommen wird.
Kann man das Wasser trinken?
Ja. Die Leitungswasserqualität in Hamburg und im Umland ist gut, und zwischen Leitung und Hahn sitzt ein Aktivkohlefilter, der für hohe Temperaturen ausgelegt ist. Wer zusätzlich gefiltertes kaltes Wasser möchte, ergänzt das Kaltwasser-Reservoir um einen eigenen Filter.
Ist ein Kochendwasserhahn ungesund?
Dafür gibt es keinen belastbaren Hinweis. Das Wasser stammt aus derselben Leitung wie sonst auch und läuft zusätzlich über einen Aktivkohlefilter. Der Unterschied zum Wasserkocher liegt darin, dass das Wasser im Reservoir dauerhaft heiß gehalten wird; abgekochtes Wasser bleibt abgekochtes Wasser.
Wie viel Platz braucht die Technik unter der Spüle?
Je nach Reservoir zwischen 550 und 580 Millimetern Einbauhöhe bei 153 bis 200 Millimetern Durchmesser. Kommt ein Kaltwasser-Reservoir für Sprudelwasser dazu, braucht es daneben weiteren Platz. In der Praxis wandern Abfallsystem und Vorräte deshalb oft in ein Nachbarelement.
Lässt sich das in eine bestehende Küche einbauen?
Häufig ja. Voraussetzung sind Platz im Unterschrank, eine Steckdose und ein Leitungsdruck zwischen zwei und sechs bar. Soll die vorhandene Mischbatterie bleiben, kommt ein separater Kochendwasserhahn daneben; dafür braucht die Arbeitsplatte eine zweite Bohrung.
Wie lange dauert der Einbau?
Bei einer neuen Küche entsteht kein zusätzlicher Termin, weil der Anschluss Teil der Montage ist. Beim Nachrüsten in einer bestehenden Küche ist es ein Arbeitstag, sofern Anschlüsse und Platz vorhanden sind. Was in Ihrem Fall nötig ist, sehen wir beim Aufmaß.



